Die Gefahr: Rauch
- denn Brandtote sind Rauchtote -

Gerade in letzter Zeit wird wieder häufig von Brandtoten berichtet. Zeit also, um mit einigen verheerenden Fehleinschätzungen aufzuräumen. Denn 80% der Menschen sterben nicht durch die Flammen, sondern qualvoll im hochgiftigen Rauch, bevor die Flammen sie erreichen!

W√§hrend sich der Brandherd noch relativ leicht umgehen l√§sst, breitet sich Rauch rasend schnell aus, kriecht selbst durch schmale √Ėffnungen und nimmt den Opfern die Sicht. Schon ein Kunststofft√§felchen vom Format einer Schokoladentafel (100 g) gen√ľgt, um eine 80 m¬≤ grosse Wohnung binnen k√ľrzester Zeit vollkommen zu verrauchen. Eine nur 10 kg schwere Schaumgummimatratze verwandelt sich in 25.000 m¬≥ Rauch. Dies entspricht dem Volumen von etwa 30 Einfamilienh√§usern! Das gef√§hrlichste am Rauch ist jedoch seine Zusammensetzung. Selbst bei Br√§nden von nat√ľrlichen Materialien, wie z. B. Holz, entstehen bereits Kohlendioxid und das geruchlose, aber t√∂dliche Kohlenmonoxid. Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung umsehen, werden Sie jedoch bemerken, dass viele Gegenst√§nde nicht aus Holz, sondern aus harmlos scheinenden Kunststoffen bestehen.

Geraten diese in Brand, entstehen hochgiftige Gase, die z. T. im ersten Weltkrieg als Kampfstoffe eingesetzt wurden. Diese f√ľhren bereits nach wenigen Atemz√ľgen zur Ohnmacht und in Minuten zum Tod. So zersetzt das bei der unvollst√§ndigen Verbrennung von PVC-Fu√üb√∂den entstehende Phosgen die Lungenbl√§schen, so dass Lymphfl√ľssigkeit in die Lunge eindringt. Das Opfer ertrinkt an seiner eigenen K√∂rperfl√ľssigkeit.

Aus diesem Grund hat es sich St√ľrmann GmbH & Co. KG seit nunmehr 50 Jahren zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe von RWA-Anlagen die Gefahren im Brandfall zu weit wie m√∂glich zu reduzieren. Der Begriff "RWA" steht f√ľr Rauch-W√§rme-Abzugsanlagen.

Grunds√§tzlich wird unterschieden in nat√ľrliche RWA, d. h., dass Rauch und W√§rme durch den sogenannten Kamineffekt (Temperatur- und H√∂hendifferenz zwischen Zu- und Abluft und Dichte der Luft) abzieht. Oder in maschinelle RWA, bei welchen der zu entrauchende Raum durch einen Luftstrom (z. B. mittels Ventilator) zwangsentl√ľftet wird. Maschinelle RWA werden in Geb√§uden eingesetzt, wo durch bauliche Gegebenheiten oder ung√ľnstige Windeinfl√ľsse eine nat√ľrliche Entrauchung nicht m√∂glich ist.

Konkret eingesetzt werden RWA, um im Brandfall in den Flucht- und Rettungswegen oder dem Brandraum Rauch und W√§rme abzuf√ľhren und dadurch:
  • eine rauchfreie Schicht √ľber dem Boden zu schaffen, damit Mensch und Tier gesundheitlich in der Lage sind, sich selbst zu retten.
  • Au√üerdem erleichtern sie die Brandbek√§mpfung bereits im fr√ľhen Stadium und verz√∂gern dadurch den Vollbrand, der Geb√§ude, Sachwerte und Einrichtungen zerst√∂ren kann.
  • Die Gefahr von Brandfolgesch√§den durch Brandgas bzw. hei√üen Brandrauch wird stark verringert.
  • Durch die Temperaturabsenkung wird der gef√ľrchtete "flash-over" (explosionsartige Durchz√ľndung) vermieden oder zumindest verz√∂gert.
F√ľr mehr Informationen oder konkrete Angebote wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter.